Die Wahrheit über Guppys: Faszinierende Fakten und Tipps zur Haltung

Die Wahrheit über Guppys: Faszinierende Fakten und Tipps zur Haltung

Guppys (Poecilia spp.) zählen zu den beliebtesten Zierfischen in der Süßwasseraquaristik. Ihre robuste Natur, Vielseitigkeit und beeindruckende Farbvielfalt machen sie zu einem Highlight für Anfänger und erfahrene Aquarianer gleichermaßen. In diesem Artikel erfährst Du alles über ihre Herkunft, Lebensweise, Haltung und Zucht, inklusive nützlicher Tipps, um Deine Guppys optimal zu versorgen.


Guppys in der Natur: Herkunft und Lebensraum


Guppys stammen ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Flüsse und Bäche in Brasilien, Guyana, Trinidad und Venezuela. Dort leben sie in langsam fließenden Gewässern mit reichlich Pflanzenbewuchs, der Schutz und Versteckmöglichkeiten bietet.



Artenvielfalt: Hochzucht-Guppys und Endler-Guppys

 



Guppys gehören zu den lebendgebärenden Zahnkarpfen und werden in zwei Hauptarten unterschieden:
1. Hochzucht-Guppys (Poecilia reticulata)
- Größer (Männchen 3-5 cm, Weibchen 5-7 cm)
- Auffällige Farben und lange Flossen, besonders bei den Männchen
- Weibchen sind kräftiger und eher naturfarben, oft mit farbigen Flossen
- Ideal für Liebhaber spektakulärer Farbvarianten

2. Endler-Guppys (Poecilia wingei)
- Kleinere Art (max. 3 cm Länge)
- Männchen mit schlichten, aber lebhaften Farben; Weibchen meist grau-braun
- Robuster, agiler und mit kürzeren Flossen ausgestattet
- Besonders geeignet für kleinere Aquarien oder Naturliebhaber

Beide Arten haben einzigartige Eigenschaften, die sie zu wertvollen Bewohnern jedes Aquariums machen.



Haltung von Guppys: Wasserwerte und Beckenbedingungen



Guppys gelten als anpassungsfähige und robuste Fische. Dennoch ist es wichtig, ihre natürlichen Bedürfnisse zu berücksichtigen:

Wasserwerte für Hochzucht-Guppys (Poecilia reticulata)
- *pH-Wert*: 7,8 - 8,5
- *Gesamthärte (GH)*: 5-25 °dGH
- *Temperatur*: 20-28 °C (optimal: ca. 27 °C)

Wasserwerte für Endler-Guppys (Poecilia wingei)
- *pH-Wert*: 6,8 - 7,8
- *Gesamthärte (GH)*: 10-25 °dGH
- *Temperatur*: 24-30 °C

 

Beckeneinrichtung


- *Bodengrund*: Feiner Sand oder Kies, der die natürliche Umgebung nachahmt
- *Bepflanzung*: Dichte Pflanzen wie Javamoos, Vallisnerien oder Wasserpest bieten Schutz und Verstecke
- *Beleuchtung*: Nicht zu stark, um Algenwachstum zu minimieren und Stress zu vermeiden
- *Filterung*: Sanfte Strömung, da Guppys in ruhigem Wasser leben

Ein gut strukturiertes Aquarium schafft ideale Bedingungen, in denen sich Deine Guppys wohlfühlen.



Lebensdauer und Verhalten



In freier Wildbahn erreichen Guppys ein Alter von etwa zwei Jahren. Bei guter Pflege im Aquarium können sie jedoch 4-5 Jahre alt werden. Sie sind gesellige Fische, die in Gruppen gehalten werden sollten. Eine Gruppengröße von mindestens 6 Tieren (idealerweise 2-3 Weibchen pro Männchen) sorgt für ein harmonisches Miteinander.


Guppys im Gesellschaftsbecken



Dank ihres friedlichen Wesens lassen sich Guppys hervorragend mit anderen Arten vergesellschaften. Geeignete Mitbewohner sind beispielsweise:
- Zebrabärblinge
- Panzerwelse
- Amanogarnelen

Achtung: Einige Raubfischarten oder größere Cichliden könnten Guppy-Nachwuchs als Beute betrachten. Ein gut bepflanztes Becken minimiert dieses Risiko.



Fortpflanzung und Zucht von Guppys



Guppys sind lebendgebärend, was bedeutet, dass sie vollständig entwickelte Jungfische zur Welt bringen. Weibchen können alle 30 Tage bis zu 100 Jungtiere gebären. Für eine gezielte Zucht solltest Du Folgendes beachten:

1. *Zuchtvorbereitung*
- Separates Zuchtbecken oder Ablaichkasten für das trächtige Weibchen
- Dichte Pflanzen oder künstliche Verstecke für die Jungfische

2. *Aufzucht der Jungtiere*
- Futter: Artemia-Nauplien, Staubfutter oder fein zerriebenes Flockenfutter
- Wasserwerte: Stabil und frei von Schadstoffen

3. *Zurücksetzen der Muttertiere*
- Nach der Geburt sollte das Weibchen ins Hauptbecken zurückgesetzt werden, um Kannibalismus zu vermeiden.


Ernährung: Was fressen Guppys?



Eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend für die Gesundheit und Farbintensität Deiner Guppys. Biete eine abwechslungsreiche Mischung aus:
- *Flockenfutter*: Speziell für lebendgebärende Fische
- *Frostfutter*: Artemia, Daphnien oder Mückenlarven
- *Lebendfutter*: Fördert Vitalität und Balzverhalten
- *Pflanzliche Nahrung*: Ergänzend in Form von Spirulina oder blanchiertem Gemüse



Warum Guppys eine Bereicherung für Dein Aquarium sind



Guppys begeistern nicht nur durch ihre Farbenpracht, sondern auch durch ihr aktives und neugieriges Verhalten. Egal, ob Du Dich für Hochzucht-Guppys mit spektakulären Flossen oder die agilen Endler-Guppys entscheidest, sie bringen Leben und Bewegung in Dein Aquarium.

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