Schmetterlingsbuntbarsche, auch bekannt als Mikrogeophagus ramirezi, zählen zu den schönsten und faszinierendsten Fischen in der Süßwasseraquaristik. Ihre leuchtenden Farben und ihr interessantes Verhalten machen sie zu einem beliebten Bewohner vieler Aquarien. Die Zucht dieser Tiere ist möglich, erfordert jedoch spezifische Bedingungen und ein gewisses Maß an Geduld. Hier erfahren Sie, wie Sie Schmetterlingsbuntbarsche erfolgreich züchten können.
Voraussetzungen für die Zucht
Die Zucht von Schmetterlingsbuntbarschen gelingt am besten in einem separaten Zuchtbecken, da die Eltern und Jungfische vor potenziellen Fressfeinden geschützt werden müssen.
Zuchtbecken-Einrichtung
- *Größe:* 50–60 Liter sind ausreichend für ein Paar.
- *Wasserwerte:*
- Temperatur: 26–28 °C
- pH-Wert: 6,0–6,8
- Gesamthärte (GH): 2–6
- *Bodengrund:* Feiner Sand, um die natürlichen Grabgewohnheiten der Fische zu fördern.
- *Einrichtung:* Flache Steine oder Tonplatten als Laichplatz, sowie feinfiedrige Pflanzen für Rückzugsorte. Eine schwache Strömung ist ideal, um natürliche Bedingungen zu simulieren.
Fütterung vor der Zucht
Eine abwechslungsreiche, proteinreiche Ernährung mit Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Mückenlarven oder Daphnien erhöht die Laichbereitschaft.
Paarbildung und Laichverhalten
Schmetterlingsbuntbarsche bilden feste Paare. Am besten kaufen Sie eine Gruppe junger Tiere, aus der sich ein harmonisches Paar von selbst findet. Ein harmonisches Paar zeigt intensivere Farben und verteidigt ein gemeinsames Revier.
Laichablage
Das Weibchen legt 100–200 Eier auf eine glatte Oberfläche, z. B. einen Stein oder eine Tonplatte. Das Männchen befruchtet die Eier direkt danach. Beide Elternteile bewachen das Gelege und fächern frisches Wasser über die Eier.
Aufzucht der Jungfische
Schlupf der Larven
Die Eier schlüpfen nach etwa 48 Stunden. Die Larven bleiben zunächst am Laichplatz haften und werden von den Eltern bewacht. Nach weiteren 4–5 Tagen schwimmen die Jungfische frei.
Ernährung der Jungfische
Sobald die Jungfische frei schwimmen, benötigen sie feines Futter:
- In den ersten Tagen: Infusorien oder liquides Jungfischfutter.
- Ab der ersten Woche: Artemia-Nauplien oder Mikrowürmer.
Wasserqualität und Pflege
Jungfische sind empfindlich gegenüber Schwankungen in der Wasserqualität. Kleine, regelmäßige Wasserwechsel (10 % alle zwei Tage) helfen, die Wasserbedingungen stabil zu halten.
Herausforderungen
1. *Unstimmige Paare:* Nicht alle Schmetterlingsbuntbarsch-Paare harmonieren. In solchen Fällen trennen Sie die Tiere und setzen sie später erneut zusammen.
2. *Empfindliche Wasserwerte:* Schmetterlingsbuntbarsche sind auf weiches, leicht saures Wasser angewiesen. Achten Sie besonders auf Nitrit- und Nitratwerte.
3. *Fressverhalten der Eltern:* In einigen Fällen fressen die Eltern das Gelege oder die Jungfische. Sollte dies wiederholt auftreten, ziehen Sie die Eier in einem separaten Becken ohne Eltern groß.
Fazit
Die Zucht von Schmetterlingsbuntbarschen ist ein faszinierendes Projekt, das mit Geduld und gezielter Vorbereitung zu einem Erfolgserlebnis werden kann. Harmonische Paare, die richtigen Wasserwerte und hochwertiges Futter sind die Schlüssel zum Erfolg. Wenn Sie Unterstützung bei der Zucht benötigen oder gesunde Tiere suchen, hilft Ihnen *AquaTimo* gerne weiter – Ihr Experte für Süßwasseraquaristik!
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