Zuchtbericht: Ringelhechtlinge (Epiplatys annulatus)

Zuchtbericht: Ringelhechtlinge (Epiplatys annulatus)



Ringelhechtlinge, auch als Clown-Killifische bekannt, gehören zu den faszinierendsten und farbenprächtigsten Bewohnern der Süßwasseraquaristik. Mit ihrem markanten Streifenmuster und dem auffälligen Schwanzflossenauge sind sie nicht nur eine optische Bereicherung, sondern auch eine interessante Herausforderung für Züchter. Die Zucht dieser Killifische ist durchaus machbar, wenn bestimmte Voraussetzungen beachtet werden.


Voraussetzungen für die Zucht



Zuchtbecken


Für die Zucht ist ein separates Becken empfehlenswert, um die Eier und Jungfische vor Fressfeinden zu schützen.
- *Größe:* 10–20 Liter genügen für ein Paar oder eine kleine Gruppe.
- *Wasserwerte:*
- Temperatur: 22–26 °C
- pH-Wert: 6,0–7,2
- Gesamthärte (GH): 3–8
- *Einrichtung:* Feinfiedrige Pflanzen wie Javamoos oder Schwimmpflanzen bieten ideale Laichmöglichkeiten. Ein dunkler Bodengrund und gedämpftes Licht fördern das Wohlbefinden der Fische.
- *Filterung:* Ein luftbetriebener Schwammfilter sorgt für eine sanfte Strömung und eine stabile Wasserqualität.

Ernährung vor der Zucht


Ringelhechtlinge bevorzugen Lebendfutter wie Artemia, Daphnien oder Mikrowürmer. Eine proteinreiche Ernährung erhöht die Laichbereitschaft.


Paarbildung und Laichverhalten



Ringelhechtlinge laichen bevorzugt in Pflanzen oder an Schwimmwurzeln. Sie sind Dauerlaicher, das heißt, sie legen kontinuierlich kleine Mengen an Eiern über mehrere Tage oder Wochen ab.

Paarzusammenstellung


Ein Männchen mit einem oder mehreren Weibchen ist ideal. Männchen zeigen ein beeindruckendes Balzverhalten, bei dem sie ihre Farben intensivieren und um die Weibchen werben.

Laichablage


Die Eier werden einzeln an feinfiedrigen Pflanzen oder künstlichen Laichsubstraten wie Mopps abgelegt. Diese haften an den Pflanzen und sind durch die Eltern normalerweise nicht gefährdet.

 Aufzucht der Jungfische


Eierpflege


Die Eier schlüpfen nach etwa 7–14 Tagen, abhängig von der Wassertemperatur. Alternativ können die Eier vorsichtig entnommen und separat in einem kleinen Behälter mit gleichbleibenden Wasserwerten aufbewahrt werden.

Ernährung der Jungfische


Die Jungfische sind winzig und benötigen feinstes Futter:
- In den ersten Tagen: Infusorien oder Staubfutter.
- Ab der zweiten Woche: Artemia-Nauplien und Mikrowürmer.

Wasserpflege


Regelmäßige, kleine Wasserwechsel (10–20 % alle zwei Tage) sind entscheidend, um die Wasserqualität stabil zu halten. Dabei sollte frisches Wasser auf die gleiche Temperatur und Zusammensetzung wie das Zuchtbecken abgestimmt sein.

Herausforderungen bei der Zucht



1. *Kleine Jungfische:* Ringelhechtling-Jungfische sind sehr klein und empfindlich. Feinste Futterpartikel und besonders sauberes Wasser sind essenziell.
2. *Elterntiere:* Während die Eltern die Eier meist in Ruhe lassen, sollten sie dennoch aus dem Becken entfernt werden, wenn Probleme auftreten.
3. *Wasserqualität:* Schwankungen in den Wasserwerten können sich negativ auf das Wachstum der Jungfische auswirken.

Fazit



Die Zucht von Ringelhechtlingen ist ein lohnendes Projekt für Aquarianer, die sich mit Killifischen beschäftigen möchten. Mit einem gut ausgestatteten Zuchtbecken, einer proteinreichen Ernährung und etwas Geduld können Sie schon bald den Nachwuchs dieser faszinierenden Fische beobachten. Wenn Sie auf der Suche nach Zuchtpaaren, Zubehör oder weiteren Tipps sind, stehen wir bei *AquaTimo* gerne zur Verfügung – Ihr Experte für Süßwasseraquaristik!

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