Die perfekte Ernährung für Guppys: Was fressen sie wirklich gern?

Die perfekte Ernährung für Guppys: Was fressen sie wirklich gern? AquaTimo

Guppy Futter – was Guppys fressen und wie oft Du fütterst

Welches Guppys Futter passt, wie oft Du fütterst und woran Du Überfütterung erkennst: Dieser Ratgeber ordnet die Ernährung von Poecilia reticulata ohne Marken und ohne Grammtabellen ein.

Was fressen Guppys?

Guppys sind Allesfresser, die einen pflanzlichen Anteil brauchen. Die Grundlage im Aquarium bildet ein hochwertiges Alleinfuttermittel. Die Futterpartikel müssen zur kleinen Maulgröße der Fische passen. Feines Granulat oder klein zerkleinerte Flocken eignen sich als Basis. Wenn Du bei uns Guppys kaufen möchtest, sind die Tiere an diese Futterbasis gewöhnt.

Neben dem Basisfutter brauchen die Tiere ergänzend pflanzenbetonte Futtermittel. Du bietest gelegentlich kleines Frostfutter oder Lebendfutter an, um den Speiseplan abzurunden. Als tierische Ergänzung eignen sich zum Beispiel Artemia oder kleine Wasserflöhe. Abwechslung heißt nicht, dass Du viel tierisches Futter in das Becken geben solltest. Die Fische zupfen zudem Aufwuchs von Dekoration und Pflanzen ab.

Vor dem Versand legen wir eine 24-Stunden-Futterpause ein, damit das Wasser beim Transport sauber bleibt. Nach der Ankunft beraten wir Dich per WhatsApp.

Der pflanzliche Anteil

Der pflanzliche Anteil ist ein fester Bestandteil des Speiseplans und keine gelegentliche Ergänzung. Ein Hinweis auf Spirulina sagt für sich allein noch nicht aus, ob ein Futter als Hauptfutter geeignet ist. Du schaust auf die gesamte Zusammensetzung. Pflanzliche Komponenten unterstützen die Verdauung der Fische. Ein festes Verhältnis von pflanzlichen zu tierischen Bestandteilen lässt sich nicht pauschal festlegen.

Natürlicher Aufwuchs in einem eingefahrenen und dicht bepflanzten Becken ergänzt die tägliche Nahrung. Die Tiere finden in diesem Belag Algen und Mikroorganismen. Dieser Aufwuchs ersetzt aber keine Fütterung durch den Halter. In einem frischen Becken hat sich diese Schicht oft noch nicht gebildet. Du sicherst die Grundversorgung daher mit geeignetem Guppys Futter.

Gelegentlich bietest Du eine kleine Menge ungewürztes Gemüse als Abwechslung an. Du kannst zum Beispiel weich gemachte Zucchini ins Wasser geben. Nicht jedes Tier nimmt diese Form der pflanzlichen Kost direkt an. Nicht gefressene Reste entfernst Du zeitnah wieder aus dem Aquarium, weil sich Gemüse schnell zersetzt und die Wasserqualität belasten kann.

Was Guppys nicht fressen sollten

Nicht geeignet sind Brot, gewürzte Speisereste und grobes Futter für große Fische. Gemüse gibst Du nur ungewürzt und weich. Stark verarbeitete oder gewürzte Nahrung passt nicht zu Guppys und belastet eher das Wasser als die Tiere zu versorgen.

Frost- und Lebendfutter als Ergänzung

Bei Lebendfutter zählt eine verlässliche Herkunft. Selbst gefangenes Futter aus unbekannten Gewässern kann unerwünschte Organismen oder Schadstoffe in Dein Becken einbringen. Sichere Zuchtansätze oder der Fachhandel sind die bessere Quelle.

Bei Frostfutter achtest Du auf eine durchgehende Lagerung in der Tiefkühlung. Aufgetaute Portionen verfütterst Du nach dem Entnehmen zeitnah. Langes Stehen bei Zimmertemperatur mindert die Qualität der Nahrung. Nicht gefressene Reste entfernst Du mit einem Kescher.

Wie oft und wie viel Guppys füttern?

Du gibst ausgewachsenen Tieren ein- bis zweimal täglich kleine Portionen. Als Orientierung dient die Menge, die die Fische innerhalb von ein bis zwei Minuten aufnehmen. Diese Regel gilt vor allem für Flocken und feines Granulat. Langsamer aufgenommenes Futter beurteilst Du etwas anders. Wie oft Guppys füttern sinnvoll ist, hängt vom Besatz ab: Starte mit einer kleinen Portion, beobachte, ob alle fressen, und gib bei Bedarf eine zweite kleine Menge.

Wir machen keine feste Mengenangabe für die tägliche Fütterung im Aquarium. Die Menge hängt von Tierzahl, Größe der Fische und Futtersorte ab. Dass Guppys nach der Fütterung weiter nach Nahrung suchen, heißt nicht, dass sie zu wenig bekommen haben. Lebendgebärende suchen den ganzen Tag. Die Menge passt Du nach Körperzustand, Wachstum, Futteraufnahme und Wasserqualität an.

Eine Abmagerung trotz regelmäßigem Fressen ist ein ernstzunehmender Krankheitsverdacht. Das ist kein Grund, noch mehr Futter zu geben. Du prüfst in diesem Fall den Gesundheitszustand und die Bedingungen im Aquarium. Gesunde Tiere haben eine gut gerundete, aber nicht unförmige Bauchlinie.

Überfütterung erkennen und vermeiden

Überfütterung gehört zu den typischen Fehlern in der Aquaristik. Überschüssiges Futter und die daraus entstehenden Ausscheidungen belasten das Wasser. Auch ein leistungsstarker Filter macht ein überfüttertes Becken nicht unproblematisch. Maßvolles Guppys füttern schützt das biologische Gleichgewicht.

Sichtbare Futterreste am Boden und trübes Wasser sind Warnzeichen. Trübes Wasser deutet oft auf eine Bakterienblüte hin, die durch zu viele Nährstoffe entsteht. Bei solchen Anzeichen reduzierst Du die Futtermenge und prüfst die Wasserwerte.

Farbfutter – was es kann und was nicht

Geeignete Inhaltsstoffe in Farbfutter können die normale Farbausprägung der Fische unterstützen. Aus einer genetisch anders gefärbten Linie wird dadurch aber kein neuer Farbstamm. Die Grundfarbe der Fische ist genetisch festgelegt und lässt sich durch die Nahrung nicht verändern.

Farbfutter ersetzt keine ausgewogene Ernährung. Es liefert Zusätze für die Optik, deckt aber nicht den gesamten Bedarf ab. Du setzt solche Futtermittel daher nur als Ergänzung zu einem vollwertigen Alleinfuttermittel ein.

Jungfische füttern in Kurzform

Als Guppy Babys Futter eignen sich fein zerriebenes Alleinfutter oder Aufzuchtfutter mit passender Partikelgröße. Die kleinen Mäuler brauchen feines Futter, das länger in der Wassersäule schwebt. Frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien eignen sich als Ergänzung für gutes Wachstum. Jungfische bekommen mehrere kleine Fütterungen am Tag, meist drei bis vier, verbunden mit sorgfältiger Wasserpflege. Feines Futter wird leicht überdosiert und belastet dann das Aquariumwasser. Die Abläufe der Aufzucht vom Aufzuchtbecken bis zur Abgabe des Nachwuchses beschreibt der Artikel zur Guppy Zucht.

Häufige Fragen zur Guppy-Fütterung

Was fressen Guppys am liebsten?

Guppys nehmen feines Granulat, zerkleinerte Flocken sowie kleines Lebend- und Frostfutter gut an. Auch Aufwuchs auf Pflanzen und Dekoration wird abgeweidet. Eine Mischung aus pflanzlichen und tierischen Bestandteilen passt zu ihrem natürlichen Fressverhalten.

Wie oft sollte man Guppys füttern?

Ausgewachsene Guppys fütterst Du ein- bis zweimal täglich mit kleinen Portionen. Als Richtwert gilt die Menge, die in ein bis zwei Minuten gefressen wird. Häufigkeit und Menge passt Du an Besatz, Futtersorte und Zustand der Tiere an.

Brauchen Guppys pflanzliches Futter?

Ja, der pflanzliche Anteil gehört fest zur Ernährung von Guppys. Er unterstützt die Verdauung und ergänzt das Hauptfutter sinnvoll. Zusätzlich zum Alleinfutter kommen natürlicher Aufwuchs im Becken oder kleine Mengen weich gemachtes, ungewürztes Gemüse infrage.

Flocken oder Granulat für Guppys?

Beides kann als Basisfutter geeignet sein, wenn die Partikel zur kleinen Maulgröße der Fische passen. Große Flocken zerreibst Du vor dem Füttern. Feines Granulat sinkt oft etwas schneller, während Flocken länger an der Oberfläche bleiben.

Warum wirken Guppys immer hungrig?

Dass Guppys ständig Boden und Pflanzen absuchen, ist normales Verhalten. Als Lebendgebärende sind die Tiere den ganzen Tag mit Nahrungssuche beschäftigt. Dieses Suchen bedeutet nicht, dass sie zu wenig Futter bekommen haben.

Fressen Guppys Garnelen?

Ja, Guppys können kleine Garnelen und frisch geschlüpften Garnelennachwuchs fressen, wenn die Tiere ins Maul passen. Die Vergesellschaftung ist ein eigenes Thema; Grundlagen zum Besatz findest Du im Artikel zur Guppy Haltung.

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